Toms Traum - Ausflug in eine zauberhafte Welt

Geschrieben von Julia Spors.

- Auszug aus der Heilbronner Stimme vom 25.07.2007 -

 

Toms Traum - Ausflug in eine zauberhafte Welt

 

 

Es gibt schöne Träume, lustige, fantasievolle, aber auch beängstigende und böse. Der kleine Tom bekommt immer nur die schlimmsten Albträume ins Haus geschickt. Bis zu dem Tag, an dem Traumkoch-Lehrling Felix die Anweisungen geben darf. „Toms Traum“ - so der Titel des Musicals von Gerhard Meyer, das der Kinderchor des Liederkranzes Kirchheim am Sonntagmorgen in der Grund- und Hauptschule auf dem Laiern aufgeführt hat. Rund 30 Kinder probten ein halbes Jahr lang für die etwa einstündige Aufführung.

Unglücklich verliebt Da ist Tom. Er ist schlecht in Mathematik, wird ständig von seinen Mitschülern angemacht und gemobbt und zu allem Überfluss ist er auch noch unglücklich verliebt. Gerne flüchtet er sich da in den Schlaf, doch immer nur kurz. Per Traumtaxi bekommt er schon lange - Nacht für Nacht - die schlimmsten Albträume ins Haus geschickt. Bis der Lehrling Felix die Regie am großen Kessel übernimmt. Er schickt Tom eine Traum-elfe, die ihn auch am Tag begleitet. Plötzlich gibt es eine traumhafte Mathestunde und die Begegnung mit Lisa, seiner heimlichen Liebe. Doch die Albtraummonster lassen sich nicht so leicht vertreiben, und auf einmal wird es wieder temperamentvoll auf der Bühne.

Im flotten Szenenwechsel erlebte das Publikum am Sonntagmorgen die Rückkehr der Traumelfe mit Tom in die Zauberwelt der Traumküche. Dort wurden mit viel Musik und Temperament die Verwicklungen gelöst und die Träume für das Publikum gebraut. Fetzige Musik, mal rockig, popig und dann wieder Balladen. Fantasievolle Kostüme und Bilder machten genau die richtige Rezeptur aus und zauberten ein traumhaftes Musical auf die kleine Bühne. Von den ersten Minuten an wurden die Zuschauer mitgenommen in die außergewöhnliche Küche, wo im großen Kessel die Träume für die Menschen gebraut wurden. Mit Kochschürzen und Kochmützen bewaffnet stehen die Kinder auf der Bühne und singen, hüpfen mit Grilltellern an den Füßen als Taxi auf die Bühne oder fliegen durch den Raum. Voller Eifer sind sie bei der Sache. „Man lernt hier, dass die bösen Träume keine Chancen haben, wenn man keine Angst hat“, erklärt Elvira Schaible, Leiterin der Kinder- und Jugendarbeit beim Liederkranz. Ich träume im wirklichen Leben sowieso nicht gerne“, sagt Melvin Neffle alias Tom. Lieber spielt er in Musicals mit: „Das macht mir riesig Spaß. Ich habe kein Problem, meine Texte auswendig zu lernen“, berichtet der 12-Jährige. Sich in verschiedene Rollen hineinzuversetzen, begeistert Jana Burgschweiger alias Lisa. „Das Stück ist aber einfach schön“, gibt sie zu. Traumhaft schön, um es genauer zu sagen.